Was bedeutet "kreditorisch buchen?"
- Rosi Basta

- 26. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Hallo liebe Buchhalterkolleg*innen und alle, die es werden wollen!
In diesem Artikel klären wir die Frage: Was bedeutet „kreditorisch buchen“ – und wie geht das? Wir machen es wie immer so einfach wie möglich und erklären es Schritt für Schritt.
Zunächst einmal: Es gibt die einfache und die doppelte Buchführung – und das kreditorische Buchen gehört zur doppelten Buchführung.

Soweit, so gut.Aber wie funktioniert das genau?
Bei der einfachen Buchführung könnte ich eine Ausgabe direkt gegen das Bankkonto buchen.
In der doppelten Buchführung kommt ein zusätzliches Konto hinzu: das Personenkonto – in diesem Fall der Kreditor.
Klingt noch etwas abstrakt? Dann starten wir mit einem Beispiel:
Szenario:
Ich erhalte eine Telefonrechnung über 100,00 € und bezahle sie am 25.08.
Im Kontoauszug steht: „100,00 € Abgang an Vodafone“.
📌 In der einfachen Buchführung (z. B. SKR 03) würde der Buchungssatz lauten:
4920 Telefon an 1200 Bank
Fertig.
In der doppelten Buchführung funktioniert das allerdings anders:
Hier muss der Lieferant – in der Buchhaltersprache Kreditor – mit ins Spiel kommen.
Eine kleine Eselsbrücke: Wir gewähren ihm quasi einen „Kredit“, bis die Rechnung bezahlt ist.
Das heißt konkret:
Erster Buchungssatz:
Die Verbindlichkeit entsteht – die Rechnung wird als Aufwand verbucht, aber noch nicht bezahlt.
4920 Telefon an 70000 Vodafone (Kreditor)
Zweiter Buchungssatz:
Bei Zahlung wird der Kreditor ausgeglichen – hier kommt die „Dopplung“ ins Spiel:
70000 Vodafone (Kreditor) an 1200 Bank
✅ Und schon ist der Kreditor in der Kontenauswertung wieder auf null – alles ist ausgeglichen.
Zusammengefasst
Wenn ihr also im Vorstellungsgespräch gefragt werdet, wie ihr eine Telefonrechnung bucht, lautet die Antwort:„
Ich buche in zwei Schritten:
Aufwand an Kreditor
Kreditor an Bank.“
So lässt sich der Grundsatz der doppelten Buchführung ganz praktisch nachvollziehen.



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